Ein Brand entwickelt sich schneller, als die meisten erwarten: Aus einer brennenden Kerze wird in zwei bis drei Minuten ein Zimmerbrand. Entscheidend ist, was Sie in den ersten Sekunden tun — und was nicht.
Alle im Haus laut alarmieren. Kinder, ältere und gehbehinderte Personen zuerst. Keine Umwege für Wertsachen.
Jede geschlossene Tür hält Rauch und Feuer mehrere Minuten zurück. Nicht absperren — die Feuerwehr muss hinein.
Erst in Sicherheit, dann anrufen. Lieber einmal zu viel als einmal zu spät — ein Fehlalarm kostet nichts.
Entstehungsbrand mit Feuerlöscher oder Löschdecke, immer mit dem Rücken zum Ausgang. Fettbrand nie mit Wasser.
Wo brennt es (Adresse, Stockwerk)? Was brennt? Wie viele Personen sind betroffen oder verletzt? Welche Gefahren (Gasflaschen, Chemikalien)? Warten auf Rückfragen — die Leitstelle legt auf, nicht Sie.
Rauch steigt nach oben. Bleiben Sie tief, kriechen Sie zum Ausgang, halten Sie ein feuchtes Tuch vor Mund und Nase. Ist der Fluchtweg versperrt: Tür schließen, Ritzen mit nassen Tüchern abdichten, ans Fenster, bemerkbar machen, 122 anrufen und sagen, wo Sie sind.
Gehen Sie dem ersten Fahrzeug entgegen. Der Einsatzleiter braucht von Ihnen drei Dinge: Ist noch jemand im Gebäude? Wo brennt es? Gibt es Besonderheiten (Gas, Öl, Tiere)? Danach bitte Abstand halten — Sie helfen am meisten, indem Sie den Platz freihalten.
Rauchmelder in jedem Schlafraum und im Flur, ein Feuerlöscher in der Küche, eine Löschdecke neben dem Herd. Und einmal im Jahr mit der Familie durchgehen: Wo ist der Treffpunkt draußen?